Thema des Tages

24-08-2022 11:50

Vier Euro sechsundvierzig

Wie viel Terabyte an Daten stellt der DWD frei verfügbar bereit? Wie
häufig gab es letztes Jahr Starkregenereignisse? Und wie viele Frauen
arbeiten eigentlich beim DWD? Ein paar Zahlen und Fakten.

Eine Auflistung von Zahlen ist normalerweise für die meisten ja alles
andere als spannend. Wir wagen uns trotzdem heran (garniert mit
leichter Kost, versprochen!), wobei sich alle Angaben auf das Jahr
2021 beziehen.

4,46: So viel zahlt jede Bürgerin und jeder Bürger in Euro pro Jahr
an Steuern für den DWD. Dafür bekommt man kaum noch ein
Spaghetti-Eis, selbst wenn man die einmalig 1,99 Euro für die
Vollversion der WarnWetter-App einrechnet.

391: Ist nicht nur die Modellnummer einer Kettensäge, die laut
bekanntem Hersteller ein "starker Allrounder ist", sondern auch die
Anzahl der Stationen auf Schiffen, an denen freiwillige
Wetterbeobachtung auf See stattfindet.

1.300: So viele Starkregenereignisse wurden vergangenes Jahr in
Deutschland erfasst. Genauso viel musste man für zwei VIP-Karten für
das Helene-Fischer-Konzert in München hinblättern.

2.157: Juristen verbinden mit dieser Zahl vielleicht eher das
Erbrechts-Gesetz über ein "Gemeinschaftliches Vermächtnis",
tatsächlich ist es aber auch die Anzahl der Beschäftigten, die beim
Deutschen Wetterdienst arbeiten. Dabei sind übrigens die Männer mit
1339 an der Zahl den 818 Frauen (natürlich nur zahlenmäßig)
überlegen.

168.000: So viel Tonnen Äpfel exportierte China im Jahr 2020 nicht
nur auf die Philippinen, sondern wurde an Tonnen Sand auch im Februar
2021 aus der Sahara nach Deutschland transportiert - und das noch
gratis.

220.000: Anzahl der Wetter- und Unwetterwarnung, die wir letztes Jahr
herausgaben. Und, als letzter Punkt im Genre "Unnützes Wissen":
Anzahl der Heiratsanträge, die rund um den Globus am Valentinstag
gemacht werden.

507,5 Terabyte: Diese unvorstellbare Menge an Wetter-, Klima- und
Satellitendaten ist frei zugänglich archiviert
(https://opendata.dwd.de/). Und vergleichslos.

Wer nun Lust bekommen hat, mehr aus dem DWD-Alltag zu erfahren, sei
es in Form von Zahlen, Abbildungen oder Texten, wird im Jahrbuch 2021
(Link siehe unten) fündig.

Dipl.-Met. Magdalena Bertelmann
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 24.08.2022

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