Thema des Tages

16-08-2019 07:50

Wochenendwetter

Am Montag wurde das Wetter der sich dem Ende entgegen neigenden Woche
näher beleuchtet. Heute blicken wir auf das bevorstehende Wochenende.


Nach einer durchwachsenen Woche mit eher verhaltenen Temperaturen,
dafür aber hier und da dringend benötigtem Regen, steht nun das
Wochenende vor der Tür. Noch sind in einigen Bundesländern Ferien und
viele Mitbürger haben am Wochenende frei und wollen dieses in der
Natur verbringen. Eigentlich keine schlechte Idee, wenn da nicht das
Wetter wäre.

Dieses Wochenende wird nämlich geprägt von einem Tief mit Zentrum
über dem Nordatlantik bzw. nahe den Britischen Inseln und seinen
Ausläufern, die uns ab Samstagmorgen erreichen. Hochdruckgebiete über
dem Osten und Südosten Europas halten sich zurück und so verwandelt
das recht kräftige Tief "BERND", mit einem Kerndruck von 985 hPa, das
Wochenende in Deutschland in ein "Kuschelwochenende".

Am Samstag ist es in der Südosthälfte zunächst noch freundlich,
später nehmen die Wolken zu und im Süden kann es etwas regnen, im
Osten bleibt es aber weitgehend trocken. Die Höchstwerte liegen dazu
zwischen 25 und 28 Grad. In der Nordwesthälfte macht sich die
Kaltfront des Tiefs bemerkbar mit dichten Wolken und wiederholtem, im
Norden auch länger anhaltendem Regen. Dort erreicht die Temperatur
nur noch 20 bis 25 Grad. Mit der Front frischt auch der Südwind
spürbar auf und erreicht vor allem in den Mittelgebirgslagen und an
der Nordseeküste starke bis stürmische Böen (7 bis 8 Bft).

Da die Front fast parallel in der Höhenströmung liegt, kommt sie nur
wenig südostwärts voran und beginnt sich zu "wellen". So verlagert
sich auch der Regen in der Nacht zum Sonntag nur sehr wenig. Durch
die wellende Struktur wird er erst weniger, verstärkt sich in der
zweiten Nachthälfte aber wieder und erfasst dann auch Gebiete über
der Mitte und dem Osten Deutschlands. Trocken bleibt es
voraussichtlich nur noch südlich der Donau und östlich von Havel und
Schwarzer Elster. Bei mäßigem bis frischem Süd- bis Südwestwind geht
die Temperatur auf 17 bis 12 Grad zurück.

Der Sonntag eignet sich im Großteil Deutschlands für ausgiebiges
Ausschlafen oder andere Aktivitäten drinnen. Es dominieren Wolken,
die sich erst im Laufe des Abends etwas auflockern. Dazu fällt immer
wieder Regen, teils schauerartig verstärkt und im zentralen
Mittelgebirgsraum unter Umständen auch von Blitz und Donner
begleitet. Nur im Süden zeigt sich die Sonne häufiger und es ist
lange Zeit trocken, bevor dort am Abend teils kräftige Schauer und
Gewitter niedergehen können. Die Temperatur erreicht in der
Nordwesthälfte verbreitet 20 bis 25 Grad, in der Südosthälfte werden
noch einmal sommerliche 26 bis 32 Grad erwartet, wobei die höchsten
Werte südlich der Donau zu finden sein werden. Der Wind weht
weiterhin mäßig bis stark aus Südwest bis West mit gebietsweise
steifen Böen (7 Bft), über der Mitte und an den Küsten sowie im
Bergland stürmischen oder Sturmböen (8 bis 9 Bft).

In der Nacht zum Montag verlagert sich der schauerartige und teils
gewittrige Regen in die Südosthälfte, im Norden gibt es nur noch
einzelne Schauer. Im übrigen Bundesgebiet ist die zweite Nachthälfte
trocken und oft auch klar. Stellenweise kann sich zum Morgen hin
Nebel bilden. Dabei kühlt es an den Küsten und unter den dichten
Wolken auf 16 oder 15 Grad ab, sonst werden Tiefstwerte zwischen 9
und 14 Grad erwartet. Der Wind weht an der Nordseeküste und in den
Bergen weiterhin stark, teils stürmisch, lässt sonst aber nach.

Dipl.-Met. Jacqueline Kernn
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 16.08.2019

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